195 Jahre Galerie Wimmer

Die Geschichte der GALERIE WIMMER – Kompetenz zwischen Tradition und Moderne

Die Galerie Wimmer feiert im Jahr 2020 ihr 195-jähriges Firmenjubiläum

Trotz dieser langen Zeitspanne, haben nur wenige Galeristenpersönlichkeiten das Ansehen und Profil der Galerie geprägt. Die persönliche Ebene zwischen Käufer und Verkäufer ist für das Prosperieren einer Galerie gerade in unserer heutigen Zeit maßgeblich. Ich bin stolz, mit meinen Wissen und meinen Werten, auf die sich das Vertrauen meiner Käufer gründen, über 30 Jahre das Gesicht dieser Galerie erfolgreich und kontinuierlich mit geformt zu haben.

Dies gilt auch für die Kontakte in die Verenigten Staaten. Sie sind seit über 140 Jahren, als August Humpelmayr die Geschäfte mit England und den USA aufbaute und intensivierte, ein wichtiger Bestandteil des internationalen Ansehens der Galerie Wimmer. Es ist mein Ziel, dies zu erhalten und weiter zu fördern.

Die Geschichte der Galerie Wimmer

  • Gründung der „J.M. Hermann Kunsthandlung“ in der Kaufingerstraße
  • Königliches Dekret zum Alleinvertriebsrecht der „Voyage pittoresque et militaire dans la Russie en 1812“ von Albrecht Adam (100 Blatt)
  • Heinrich Wimmer erbt als Schwiegersohn die Galerie. Umbenennung in „Heinrich Wimmer´sche Hofkunsthandlung. Umzug in die Theatinerstraße
  • Nach dem Tod von Heinrich Wimmer führt die Witwe die Geschäfte weiter
  • Verkauf der Galerie an August Humpelmayr. Umbenennung in „Galerie Wimmer & Co.“ Aufbau des Geschäftsbeziehungen mit New York und London
  • Erwerb des Anwesens Briennerstr. 7 und Umzug der Galerie dorthin
  • Nach dem Tod von August Humpelmayr übernimmt sein Sohn August die Galerie und führt sie in das 20. Jahrhundert
  • Große Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Galerie Wimmer
  • Ende der 1920er Jahre
  • Der Schwiegersohn Alfons Kolb übernimmt die Galerie
  • Erste Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse in München. Beteiligung der Galerie Wimmer
  • Anfang der 1960er Jahre
  • Edith Binding, die Tochter von Alfons Kolb, lenkt das Fortleben der Galerie mit sicherer Hand
  • Christine Rettinger Inhaberin der Galerie der Galerie und führt diese bis heute

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Bayerische Landschaftsmaler auf dem Weg in die Welt

(Text: Doris Kettner. Bild: Carl v. Spitzweg)

Beitrag zum Katalog der Bayerischen Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte 2019 in Ettal. Ein Gebirge vor weiß-blauem Himmel, grüne Wiesen, blühende Sommerblumen, Mädchen in Tracht, die verträumt ins Land hinausblicken – dieses Bild ist uns vertraut, es könnte einer Imagebroschüre für eine Tourismusidylle im bayerischen Alpenvorland stammen. Aber es ist die Kurzbeschreibung eines 1870 entstandenen Gemäldes von Carl Spitzweg: „Zwei Dirndl auf der Alm“. Die Landschafts- und auch die Genremalerei des 19. Jahrhunderts waren reich an Motiven aus der heimischen Berg- und Bauernwelt und es stellt sich die Frage, ob das Bild von Bayern, das sich – verstärkt durch die vielfältigen Werbemaßnahmen der Tourismusämter – bis heute hält, ursprünglich nicht doch durch diese Gemälde, die vor allem am Ende des 19. Jahrhunderts ein Exportschlager waren, in alle Welt transportiert wurde.

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Napoleons Feldzüge und die Folgen für den Kunsthandel

War der Kunsthandel bis zu Napoleons Zeiten noch sehr den alten Verkaufsgepflogenheiten verhaftet, so konnte er sich nach Beendigung der Wirtschaftskrise, die unter anderem durch die Kontinentalsperre und die Verwüstungen in den eroberten Ländern verursacht worden war, zu neuen Wegen aufmachen. Gerade waren noch die skrupellosen Händler durch das Land gezogen, die von Napoleons Truppen beschlagnahmte Kunstwerke sogleich weiterverkauften; schon begann die Zeit, in der sich die Welt, der Handel und damit auch der Verkauf von Kunst langsam, aber grundlegend veränderten.

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